Dienstag, Dezember 20, 2005

Der Terminator und die Provinzkasperln

krone.at, 20. Dezember

Nestroy hätte mit dieser Provinzposse seine Freud! "Terminator" Arnold Schwarzenegger kommt den Grazer Politikern zuvor: Er schickte den Ehrenring der Stadt Graz per Post ins Rathaus zurück und ordnete jetzt an, seinen Namen unverzüglich vom Fußballstadion entfernen zu lassen. Außerdem erteilte er den Grazern ein Verbot künftig mit seinem Namen zu werben. Er begründete in einem Exklusiv-Interview mit Werner Kopacka von der Kronen Zeitung diese Entscheidung und auch die Gründe, warum er den Vierfachmörder Tookie Williams nicht begnadigte.

Ich habe mich in meinem Blog schon mehrmals gegen die Todesstrafe geäußert. Ich war von Arnold Schwarzeneggers Entscheidung, Tookie Williams doch hinzurichten enttäuscht. Das ist das eine - und daran hat sich auch nichts geändert. Trotzdem habe ich den Aufschrei der linken Politiker (SPÖ, Kommunisten und Grüne) in Graz nicht verstanden, die sich berufen fühlten, den kalifornischen Gouverneur für seine Entscheidung in der Steiermark "hinzurichten".

Was für ein kleinkariertes Denken diese Provinzpolitiker nur haben. Alles nur Profilierungsneurose, um einmal in die internationalen Medien zu gelangen. Der jetzt entstandene Image-Schaden für die steirische Landeshauptstadt Graz (es gibt bereits Urlaubsstornierungen usw.) ist wohl größer als es sich diese Kasperln jemals ausgemalt haben. Mit so einem unqualifizierten Protest dienen sie der Sache, nämlich sich gegen Todesstrafe einzusetzen, überhaupt nicht!

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