Montag, Oktober 31, 2005

Berlusconi wusste nicht, was er tat


Als Friedensengel will sich der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi der Welt präsentieren und so wohl eine Korrektur der Geschichte herbeiführen. Er, Berlusconi, hatte US-Präsident George Bush angefleht keinen Krieg gegen den Irak und Saddam Hussein zu beginnen. Das zumindest hat er jetzt in einem Fernsehinterview von sich gegeben. Angefleht, ja auf Knien gebeten hat er ihn! Aber der eiserne Freund Bush ließ sich nicht erweichen - und so zogen Cowboy Bush und sein friedliebender Lakai Berlusconi Seite an Seite gegen den Feind.

Der Leser fragt sich: Wurde Berlusconi mit einem Kampfeslust-Trank verhext? Wusste er vielleicht gar nicht, was er tat? Anzunehmen: Denn anders ist eine diese Verhöhnung des Volkes nicht zu verstehen.

Schlagzeile: FAZ.net

Samstag, Oktober 29, 2005

"Bild" weiß, wann du stirbst!


Jetzt kannst du es Schwarz auf Weiß lesen: Dein Sterbedatum! Heute kann jeder in der "Bild-Zeitung" ermitteln, wann seine Zeit abgelaufen ist. Jaja, exklusiv in der "Bild". Ich habe es getan: Ich lebe noch 61 Jahre und 328 Tage. Ich sterbe also kurz vor meinem 99. Geburtstag. Danke, liebe "Bild". Jetzt kann ich endlich mein Leben richtig planen. Und ich weiß jetzt auch, wem ich mein langes Leben verdanke: Meinem Papa! Danke, Papa, deine Gene waren eben perfekt.

Fragt sich jetzt nur, ob die "Bild" oder mein Banker bei meiner errechneten Lebenszeit richtig liegt. Mein Banker meinte nämlich ich werde 105 Jahre! Warum? Weil ich erst dann mit meiner Ratenzahlung fertig bin...

Und wie alt wirst du? Zum Lebensrechner!

Freitag, Oktober 28, 2005

Schamlose Übertreibung


Der Leser wird gerne mit Superlativen neugierig gemacht: Zeitungen berichtet deshalb nicht über einen warmen Herbst sondern über den wärmsten Herbst aller Zeiten, den wahnsinnigsten Killer, die Mega-Pleite und so weiter.
Wenn Zeitungen mit an den Haaren herbeigezogenen Übertreibungen Schlagzeilen machen, ist das bedenklich - so wie im heutigen Fall. Wenn etwa ein Großbrand (zum Glück ohne Verletzte und Tote) gleich zum Inferno wird. Genauso wie starken Winde in letzter Zeit gleich zu Hurrikans hinaufgestuft werden.

Zur Erinnerung: Der Ausdruck Inferno bezeichnet unter anderem die Hölle.

Grundsätzlich aber sollte man mit solchen Ausdrücken vorsichtig sein. Denn was schreiben solche Schlagzeilen-Macher, wenn es tatsächlich einmal zu einem Inferno (z.B.Krieg) kommt! Mega-Inferno, Megamega-Inferno, Super-Inferno.....?

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Jörg Haider und seine ausgepressten Orangen



Jörg Haider verlässt nach dem Wien-Desaster das sinkende BZÖ-Schiff. Er will nur mehr für Kärnten und nicht mehr für die Bundespolitik arbeiten, sagte er. Der Zeitpunkt die Orangen im Regen stehen zu lassen, ist verdammt ungünstig: Ausgepresst, inhaltsleer und heimatlos sind sie jetzt! Nur das ist einem Jörg Haider piepegal. Einmal kommt er, einmal geht er. Dann kommt er wieder, dann geht er wieder.

Nicht nur die Orangen kennen sich nicht mehr aus: Wer sind wir eigentlich? Was wollen wir? Sind wir Haider?
Auch die Wähler haben keinen Plan mehr: Wer früher Haiders FPÖ gewählt hat - soll jetzt wem ein Kreuzerl geben? Strache wählen? Das BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich)? Was ist das BZÖ, wenn Haider nicht mehr an vorderster Front ist?

Haider hat die FPÖ an die Macht gebracht, und dann sein eigenes Lebenswerk zerstört. Die Gründung des BZÖ war dann offenbar ein nicht ausgereifter Schnellschuss. Jetzt erkennt Haider, dass die Orangen nie ernten werden. Als schlauer Polit-Fuchs weiß er: Schnell abhauen! Jetzt wieder Arbeiten für Kärnten. Nur so kann er seinen politischen Abgang auch einigermaßen stilvoll verlängern.
Weil die Kärntner ihm viel verzeihen - jetzt noch.
Bis auch sie sehen, was übrigblieb: Jörg und ein kleiner Haufen ausgepresster Orangen.

Mittwoch, Oktober 26, 2005

Keine Seligsprechung für Harry Potter



Was bedeutet es, wenn das deutsche Massenblatt "Bild" gegen Harry Potter mobil macht? Wörtlich heißt es heute auf bild.de: "Harry Potter und der Feuerkelch" ist so gruselig wie kein anderer Potter-Film zuvor! (Kinostart ist am 11. November) Und von Regisseur Mike Newell erfahren wir dann im nächsten Satz, dass Harry Potter ja keine Kinderbücher sondern Erwachsenengeschichten sind!

Unterstützt die Bild-Zeitung jetzt den weltweit immer heftiger werdenden Anti-Potter-Kurs? In den USA fordern konservative Gruppen, dass Potter-Bücher aus Schulen und Bibliotheken verbannt werden. Eine Behörde, nämlich der US-Bibliothekenverband, unterstützt die Forderung sogar. Auch in Deutschland wird immer lauter gegen den Zauberlehrling gewettert: Autorin Gabriele Kuby machte mit ihren zehn Argumenten gegen Potter Schlagzeilen(Buch: Harry Potter - gut oder böse") und auf der Website christliche-mitte.de kann man von der "Potter-Pest" lesen: Potter verführt die Kinder zu schwarzer Magie. Potter ist ein geschickter Schachzug des Teufels.

Oder hält es die Bild-Zeitung einfach mit Papst Benedikt XVI, mit ihrem Joseph Ratzinger (WIR SIND PAPST) Er hat ja die Bücher 2003 als "subtile Verführungen, die das Christentum in der Seele zersetzen" bezeichnet.

Jaja: Auch so kann man sich einen Heiligenschein verschaffen. Können wir künftig vom Massenblatt eine neue, erzkonservative Blattlinie erwarten?

Dienstag, Oktober 25, 2005

Angela die Große, Zarin von Deutschland



Stoiber & Co, aufgepasst! Angela Merkel hat Katharina die Große als Vorbild. Sie will sich von dieser "starken Frau" inspirieren lassen, sagte die deutsche Neo-Kanzlerin. Weshalb sie auch einen Porträtstich der russischen Zarin auf ihren Schreibtisch stellen wird.

Ja, meine Herren: Nicht Fotos von Angelas Ehemann oder ihre Eltern stehen am Schreibtisch, sondern Katharina!

Jene Katharina, die sich an einer Verschwörung gegen ihren Ehemann, Zar Peter III., beteiligt hatte. Er wurde abgesetzt und verbannt.
Jene Katharina, der man nachsagt, etwas mit dem Mord an ihrem Ehemann zu tun zu haben.
Jene Katharina, die die Grenzen ihres Imperiums rücksichtslos ausdehnte.
Jene auf der anderen Seite fleißige, zähe, aufgeklärte Frau.
Eine Frau, die von ihrer Umgebung stets unterschätzt wurde.
Genau das will Angela den intriganten Männern in ihrer Partei durch das Bild mitteilen.

Wenn Stoiber wie Napoleon sein will, wird er zur entscheidenden Schlacht ansetzen. Doch Angela hat "Hilfe von Russland". Und wir wissen ja: In Russland sind Napoleons Träume endgültig geplatzt.

Montag, Oktober 24, 2005

Wien-Wahl: Straches menschenverachtender Wahlkampf






Schon sehr bedenklich, was Christian Strache, Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) von sich gibt: Der selbsternannte "Hermann Maier der Innenpolitik" bezeichnet den in Wien geführten Wahlkampf doch glatt als "Positivwahlkampf"!
Es ist für ihn positiv gegen den Beitritt der Türkei zu sein, weil wir Österreicher sonst bald eine Minderheit in unserem Land sind. Strache ging ja mit dem Slogan: "Der echte Wiener darf in Österreich nicht untergeht" wahlwerben. Es ist für ihn auch positiv gegen die Ausländer in unserem Land zu hetzen. Also: Liebe Ausländer, alle raus!
14,9 Prozent der Wiener stimmten der aggressiven Linie Strache zu, mehr als man erwartet hatte. Das stimmt bedenklich.

Ein auf Ausländerfeindlichkeit ausgerichtet Wahlkampf kann beim besten Willen nicht als Positivwahlkampf bezeichnet werden! Sich damit zu brüsten, ist menschenverachtend.

Sonntag, Oktober 23, 2005

Warum Karl-Heinz Grasser ein Traum ist


Sehr geehrter Herr Minister!
Lieber KHG!

Sie sind ein echter Glückspilz. Dass, was sich unsereins erträumt, haben Sie verwirklicht:

Ja, ich will....auch eine so schöne Mutter von drei Kindern heiraten, wo ich mich nicht um ihre Sprösslinge kümmern muss, weil das eine Nanny tut. Sie sollte natürlich auch so viel Mitgift mitbringen wie Ihre Fiona Swarovski. So lässt es sich als Patchwork-Family leben!

Ja, ich will...mir auch eine über 200.000 Euro teure Homepage leisten können, um der Welt mein wahres Gesicht zeigen zu können. Dafür will ich natürlich wie Sie auch keine Steuern zahlen müssen.

Ja, ich will...auch so edle Ziele haben, von denen die Bürger Österreichs nur profitieren: Weniger Steuern und das berühmte Nulldefizit. Ja, und dafür will ich mir auch so viel Zeit lassen können wie Sie: 2008 oder doch ein paar Jährchen später....

Ja, ich will...auch im Falle eines beruflichen Schiffsbruches so eine Perspektive haben wie Sie. Rückkehr zu Frank Stronachs Magna oder jetzt doch Kristallwelt Swarovski? Oder wird Fiona auf irgendeiner nächsten Party Busenfreund Flavio Briatore um einen Job für Sie in der Formel 1 bitten? Weil das Schnelle ja irgendwie zu Ihnen passt? Man denke nur an die vielen hübschen Frauen, die Sie uns in den vergangenen Jahren als potentielle Heiratskandidatinnen präsentiert haben...

Ja, ich will...so wie Karl-Heinz Grasser sein. Ein Traumbursche eben.

Samstag, Oktober 22, 2005

Vogelgrippe: Politiker werden zuerst geimpft



Millionen Bürger haben Angst vor der Vogelgrippe. Tamiflu ist angeblich ausverkauft und es gibt auch keinen Impfstoff mehr. Heute berichtet die Bildzeitung, dass im Falle des Ausbruches - abgesehen von Ärzten, Feuerwehrleuten und Polizisten - Politiker zuerst geimpft werden. Weil Minister und Staatssekretäre als "Entscheider" für die Aufrechterhaltung logistischer und organisatorischer Abläufe benötigt werden!

Die Bildzeitung weiß, was diese Schlagzeile beim Leser bewirkt: Empörung! Verständlich: Das Letzte was wir im Falle einer Pandemie brauchen, sind Minister die mit Mundschutz vor dem Mikrophon stehen, in ihren isolierten Zentralen sitzen und uns mit ihren standardisierten Floskeln beruhigen und uns verkaufen wollen, was sie alles tun. US-Präsident George Bush hat uns ja im Falle der Hurrikan-Katastrophe in New Orleans gezeigt, was politisches Krisenmanagement wirklich kann.
Dass Politiker logistisch und organisatorisch im Krisenfall wirklich hilfreich sind, ist zu bezweifeln. Besser wäre es, Hilfsorganisationen in Eigenverantwortung mit der Aufrechterhaltung von Abläufen zu betrauen. Sie haben die nötige Erfahrung für Notfälle. Sie sollten die "Entscheider" sein. Jeder einzelne Mitarbeiter einer solchen Organisation gehört zuerst geimpft!

Freitag, Oktober 21, 2005

Sex mit Paris Hilton


Das ist natürlich schon eine weltweite Schlagzeile wert: Da wäre uns ja glatt etwas entgangen, wenn wir nicht erfahren hätten, dass Schauspieler Tom Sizemore mit Hotelerbin Paris Hilton geschlafen hat (news.at). Und dass Paris Hilton um den Sex mit ihm geradezu gebettelt hat. Obendrein ist die offenbar pikante Bettgeschichte schon Jahre her...
Aha, Sex mit Paris, das ist etwas ganz anderes als Sex mit Frau Müller - logisch. Was wird die nächste Schlagzeile sein, wenn der Sex der Berühmten eben zu normal wird? Paris Hilton duscht nackt! Oder: Paris Hilton schläft im Bett!

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Bawag-Affäre: Warum man sein Konto auflösen sollte



Die Bawag: Das ist mehr als eine Affäre. Das ist Betrug am Kunden, Betrug auf allen Linien. Dass jetzt die Politiker um die "Bawag-Affäre" streiten (Kronen Zeitung) ist mir völlig egal. Als Bürger Österreichs frage ich mich ganz einfach nur: Wie ist das möglich, dass eine Bank innerhalb von 48 Stunden über ein Wochenende einer einzigen Person einen 425-Millionen-Euro-Kredit gewähren kann?
Wie kann es sein, dass Johann Zwettler, der Bawag-Chef, nichts über die finanziellen Probleme von Refco mitbekommen hat?

Viele von uns wissen, wie mühsam und kompliziert es ist, einen Kredit bei einer Bank zu bekommen. Es geht nicht um 425 Millionen. Nein, nicht einmal um 200 Millionen oder 50.000 Euro. Ich habe vor Jahren um einen Kredit in Höhe von 50.000 Schilling (jetzt rund 3000 Euro!!) angefragt. Der Filialleiter höchstpersönlich bat mich in einen Extraraum. Er wollte von mir meine Lebensversicherung als Absicherung und schrieb sich auch die Erbfolge beim Haus meiner Großmutter auf. Weil ich fix angestellt war und so ein regelmäßiges Einkommen hatte, hätte ich die 50.000 Schilling für die Einrichtung meiner neuen Wohnung auch bekommen. Ich lehnte dankend ab. Auch für Firmengründer ist es nicht so, dass die Banken schnell bei der Vergabe von Krediten sind. Es ist wie ein Canossagang...

Die Bawag, einstige Arbeiterbank, wird immer tiefer in die Krise geraten. Ein Problem, das auf die Bank sicher zukommt: Kunden werden ihre Konten auflösen. Der ORF meldete heute, dass die Ersten es bereits getan haben. Wenn ich Bawag-Kunde wäre (ich bin es zum Glück nicht), würde ich mein Konto mit Sicherheit auflösen. Als Zeichen, dass es so nicht geht.

Der Versuch Kokainhandel als Witz zu verkaufen


Eine delikate Schlagzeile liefert uns heute die Kärntner Tageszeitung: "Haft für den Handel mit Rindfleisch". Dann ist von der Sprengung eines Drogenringes, vom Handel mit Kokain, Tabletten, Alkohol und und und die Rede.
Die Aufklärung gibt es erst im letzten Absatz (!): Die Dealer verwendeten für den Handel mit Drogen das Codewort "Rindfleisch". Aha. Da wollte der Verfasser der Schlagzeile wohl besonders lustig sein.
Um es mit den Worten von Wolf Schneider, dem europaweit anerkannten Eiferer der deutschen Sprache und Journalistenlehrer, zu sagen: "Das ist aktive Leserverscheißerung!"

Mittwoch, Oktober 19, 2005

Birkenstock als "Kranke Süchtige"


Ist es euch so wie mir ergangen? Auf den ersten Blick dachte ich mir: "Die ist aber hübsch!". Ich meinte die "Kranke Süchtige", die den Polizisten gebissen hat!!
Hoppala, da habe ich wohl etwas verwechselt: Bei der Hübschen handelt es sich um die Erfolgsunternehmerin Susanne Birkenstock.

Glaubt Ihr, dass Frau Birkenstock über die Ankündigung ihres Vortrages erfreut ist? Wohl kaum.

Was ein kleiner Fehler im Layout (das Abstreichen des Bildes wurde vergessen) für Wirkung hat...

Merkwürdige Bildauswahl


Ziemlich kühner Vergleich! In der heutigen Kärntner Tageszeitung ist folgender Bildtext wörtlich zu lesen: "Wie der meterhohe Wall in Israel wird die Güterzugstrecke Klagenfurt zerschneiden". Das Thema des Artikels: In Klagenfurt (Landeshauptstadt von Kärnten in Österreich) soll wegen der Errichtung einer Hochleistungsbahn eine Lärmschutzwand errichtet werden.
Zu diesem sehr regionalen Thema ein Bild von der israelischen Grenze zu nehmen, ist geschmacklos - und hat obendrein absolut Null mit dem nachfolgenden Artikel zu tun.
Der Autor hat wohl versucht, seinem Artikel weltpolitische Bedeutung zu verschaffen....

Dienstag, Oktober 18, 2005

Warum Österreich bald am Meer liegt

Hurra, eine Tageszeitung verkündet heute unter Berufung auf die Statistik Austria (!): Österreich wächst. Das kann natürlich nur geographisch verstanden werden. Werden wir also bald wieder so groß sein wie die Österreich-Ungarische Monarchie? Wir könnten in Richtung Meer wachsen: Dann gehört Triest endlich zu Österreich, so wie es sich schon die Habsburger gewünscht hatten. Zum anderen wäre eine Verösterreicherung Deutschlands naheliegend: Bayern, aufgepasst! Und dann wäre noch der Osten: Angesichts der Expansionspolitik ohnehin logisch. Super, Österreich wächst und wächst! Dass Österreich von Jahr zu Jahr auch noch älter wird, ist unumgänglich - deshalb wohl ein entbehrlicher Zusatz.

Gemeint war natürlich: Die Zahl der Österreicher nimmt zu und die Menschen werden immer älter.

Montag, Oktober 17, 2005

Wie wir bei der Vogelgrippe manipuliert werden


Wochenlang wird uns durch Schlagzeilen eingetrichtert, dass die tödliche Vogelgrippe immer näher kommt und es nur eine einzige Überlebenschance gibt: Tamiflu. Verängstigt stürmen wir die Apotheken und kaufen uns diese Wunderpille. Regierungen bestellen Millionen von Packungen für den Fall des Ausbruchs der Vogelgrippe. Angetrieben von einer hysterischen Berichterstattung in den Medien. Der Pharmakonzern Roche reibt sich die Hände. Er verdient an der internationalen Hysterie Millionen, wenn nicht sogar Milliarden. Dumm für Roche, dass jetzt eine japanische Studie aufgetaucht ist, die besagt: Tamiflu ist für die Bekämpfung der Vogelgrippe wirkungslos! Es wurde ein Virus mit Resistenz entdeckt. Tamiflu scheint also eine reine Beruhigungspille für Menschen, die Angst vor der Vogelgrippe haben, zu sein. Danke, so leicht wurden wir in die Irre geführt!
Und noch einem medial unterstützten Schwachsinn sind wir erlegen: Jeder, der aus Angst vor der Vogelgrippe zur Grippe-Impfung gegangen ist, hat das umsonst getan! Es gibt laut Experten derzeit nämlich keinen Impfstoff, der davor schützt. Weil es den befürchteten Virus, der von Mensch zu Mensch übertragen wird, noch gar nicht gibt. Ist irgendwie logisch, oder?

Auswahl von Schlagzeilen:
"In Österreich muss niemand Angst haben. Die Wahrheit über die Vogelgrippe" (Kronen Zeitung, 16.Oktober)
"Schützt mich die Grippe-Impfung auch vor der Vogelgrippe?" (Bild online am 17. Oktober). Antwort des Experten: "Nein!"
"Österreich auf die Vogelgrippe schlecht vorbereitet? Nur zwei Millionen Packungen Tamiflu" (news.at am 17. Oktober)


Kennen wir uns da noch aus?

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